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Expertentipp für Wohnmobil-Reisende in Nordamerika: Was ist bei dieser Urlaubsform zu beachten?


Von Tilo Krause-Dünow, Inhaber und Geschäftsführer von CANUSA TOURISTIK

Bei Reisen durch Nationalparks genießen Wohnmobil-Urlauber in Nordamerika eine unvergleichliche Atmosphäre. Das unmittelbare Naturerlebnis und die zeitlich unabhängige Planung sprechen eindeutig für diese Urlaubsform. Zu beachten ist, dass in den Parks ausschließlich auf Campgrounds übernachtet werden darf. Vielfach findet man auch sogenannte National Forests. Diese sind etwas einfacher ausgestattet, günstiger und meist traumhaft gelegen. Bei der Routenplanung sollte auf eine ausgewogene Mischung von Aktivitäten und Fahrzeiten geachtet werden. Das ist die halbe Miete für den Erfolg.

Bei der Buchung einer Wohnmobilreise rate ich, die Fahrzeuge nicht mit der maximal erlaubten Personenzahl zu belegen. Vor allem bei einem Urlaub mit Freunden sind Paare gut beraten, wenn sie kleinere Fahrzeuge einem großen gemeinsamen Wohnmobil vorziehen. Diese Maßnahme erhält Freundschaften! Zwar liegen hier die Kosten etwas höher, doch fällt der Grundpreis niedriger aus, und auch der Benzinverbrauch ist geringer. Der Vorteil von deutlich mehr Privatsphäre und den „eigenen vier Wänden" wiegt die relativ überschaubaren Mehrkosten in jedem Fall auf.

Immer beliebter wurden in den vergangenen Jahren bei Nordamerika-Urlaubern die Motorhomes mit „Slide-out", einem elektrisch ausfahrbaren Seitenteil, das den Platz im Wohnraum erheblich vergrößert. Die neueste Generation dieser Fahrzeuge verfügt über bis zu drei Slide-outs, wodurch sich die Wohnfläche nahezu verdoppelt.

Die überschaubaren Nebenkosten sind ein weiterer großer Vorteil von Wohnmobil-Reisen. Wer vorwiegend in Supermärkten einkauft, kann seine Verpflegung sehr günstig gestalten. Zudem gibt es Rabatte wie die beliebte „Safeway-Card", mit der es Ermäßigungen in jedem Safeway-Supermarkt gibt. Bei uns ist diese Karte fester Bestandteil der Reiseunterlagen. Rund 140 Euro pro Person sollten Wohnmobil-Urlauber bei gutem Lebensstil pro Woche für den Lebensunterhalt einplanen. Hierin sind die Gebühren für die Campingplätze nicht enthalten, von denen es in Nordamerika eine große Auswahl mit durchweg sehr guter Infrastruktur gibt. Die Kosten pro Platz hängen von der Lage, Ausstattung und Saisonzeit ab.

Auch beim Benzinverbrauch spielen Faktoren wie Fahrweise, Beladung, Witterungsverhältnisse und Straßenbeschaffenheit für die Gesamtkosten eine wichtige Rolle.

Wer einen Wohnmobil-Urlaub bucht, sollte darauf achten, dass neben der Campingausrüstung eine bestimmte Anzahl an Freimeilen bzw. –kilometern im Preis enthalten ist. Bei langen Strecken gilt es zudem zu klären, ob unbegrenzte Meilen bzw. Kilometer möglich sind.

Wohnmobile können in Nordamerika übrigens mit dem deutschen Führerschein Klasse 3 (bzw. Klasse B) gefahren werden. Ein internationaler Führerschein ist nicht Vorschrift.